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Ende 1994 waren wir ziellos. Hin- und Hergerissen zwischen der Lustlosigkeit über das, was wir schon immer gemacht hatten und neuen Ideen, die dem "Standard" nicht wirklich entsprachen. Hinzu kam, dass Dietmar, unser Bassist, der immer der ruhige und ausgeglichenste Pol von uns war, uns verließ. Vielleicht war "Perfect World" eine Art "Freischwimmen" von bisherigen, ein Sprengen unsichtbarer Ketten. "Perfect World" ist anders. Die Musik wurde anders. Der erste Song, der in diesem Zyklus entstand, war "Suicidal frog". Ein meines Erachtens grandioser Song, der auch auf meiner To-Do-Liste für "Neu-Arrangements" steht - zumindest werde ich mich noch einmal über die musikalische Substanz hermachen. Wir verwendeten fortan "Tibet" (den ihr bereits unter meinen Solo-Songs als Re-Arrangement wiederfindet) als neues "Intro" für Live-Gigs, wir wurden härter und lauter. "Perfect World" wurde damals vom der EinsLive-Heimatkult-Redaktion mit offiziellem Schreiben abgelehnt (zuvor hatte man und bereits mehrfach als Newcommer-Band vorgestellt). Begründung: "Perfect World" wäre "nicht das, was bei EinsLive ins Programm integrierbar" sei. An der Musik hat's nicht gelegen (wer die Sendung von damals noch kennt weiß, was da zum Teil für Schrott gespielt wurde). Wohl am Cover. Man vermutete wahrscheinlich einerseits, dass wir - aufgrund des ca. 80 Jahre alten Photos auf der Rückseite - fragwürdigen politischen Gruppen angehörig wären und/oder aber man hat (Frontcover und Text zum Titelsong sowie das Überlesen des deutlichen Hinweises auf der Rückseite) nicht wirklich verstanden, dass dieses Album mit seinen Songs sich gegen jegliche Art (insbes.) innerfamiliärer Gewalt wendet. Klarer Beweis dass nicht nur Musiker, sondern auch Redakteure doof sind ;-) "Perfect World" ist böse. Wer sich darauf einlässt, wird es lieben. rechtlicher Hinweis
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